Artikel: Umbau des Südermarkts: Was bedeutet die Bauphase für die Rote Straße?

Umbau des Südermarkts: Was bedeutet die Bauphase für die Rote Straße?
Die geplante Neugestaltung des Südermarkts kann langfristig eine große Chance für die Flensburger Innenstadt sein. Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün und ein attraktiverer Übergang zwischen Südermarkt, Holm und Roter Straße könnten dafür sorgen, dass sich Besucher länger in diesem Teil der Stadt aufhalten.
Für die Händler in der Roten Straße ist aber auch die Zeit bis dahin entscheidend.
Denn eine größere Baustelle direkt am Südermarkt kann Besucherströme verändern.
Erreichbarkeit wird zum entscheidenden Thema
Der Südermarkt ist eines der wichtigsten Eingangstore zur Roten Straße. Wenn Wege während der Bauphase gesperrt, verengt oder umgeleitet werden, kann schnell der Eindruck entstehen, dass die Straße schlechter erreichbar ist.
Dabei muss das nicht einmal tatsächlich so sein. Schon große Absperrungen oder unübersichtliche Wege können dazu führen, dass Besucher einen anderen Weg wählen.
Gerade beim spontanen Einkaufsbummel ist das relevant.
Deshalb sollte während der gesamten Bauzeit klar erkennbar bleiben:
Die Rote Straße ist geöffnet und erreichbar.
Auch Bus, Auto und Lieferverkehr spielen eine Rolle
Neben Fußgängern sind auch Kunden wichtig, die mit dem Bus oder Auto in die Innenstadt kommen.
Werden Haltestellen verlegt oder Zufahrten verändert, muss die Orientierung einfach bleiben. Besonders für ältere Menschen, Touristen und Besucher aus dem Umland darf der Weg in die Innenstadt nicht unnötig kompliziert werden.
Auch der Lieferverkehr darf nicht vergessen werden. Kleine Geschäfte sind auf regelmäßige Warenlieferungen angewiesen. Dafür müssen praktikable Zufahrten und Liefermöglichkeiten erhalten bleiben.
Die größte Gefahr ist möglicherweise nicht die Baustelle selbst
Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich bei Besuchern der Eindruck festsetzt:
„Da ist gerade alles Baustelle.“
Denn auch während des Umbaus bleiben Geschäfte, Cafés und Restaurants geöffnet.
Deshalb braucht es aus unserer Sicht mehr als klassische Umleitungsschilder.
Die Bauphase sollte aktiv begleitet werden – zum Beispiel mit klarer Besucherführung, Informationen zu Parkmöglichkeiten, gemeinsamer Kommunikation und sichtbaren Hinweisen darauf, welche Bereiche weiterhin erreichbar sind.
Kleine Händler trifft ein Besucherrückgang besonders schnell
Für große Unternehmen lassen sich schwächere Monate oft besser auffangen.
Bei kleinen inhabergeführten Geschäften sieht das anders aus.
Miete, Personal, Versicherungen und andere Fixkosten laufen weiter – auch dann, wenn vorübergehend weniger Menschen durch die Innenstadt laufen.
Deshalb sollte die Perspektive der Händler bereits bei der Planung der Bauabschnitte berücksichtigt werden und nicht erst dann, wenn die Baustelle eingerichtet ist.
Was wir uns wünschen
Die Neugestaltung des Südermarkts kann die Innenstadt langfristig stärken.
Damit die Bauphase für die umliegenden Geschäfte nicht unnötig belastend wird, wären aus unserer Sicht vor allem vier Punkte wichtig:
klare Erreichbarkeit, verlässliche Informationen, funktionierende Lieferwege und aktives Baustellenmarketing.
Denn am Ende sollte nicht nur der neue Südermarkt ein Gewinn für Flensburg sein.
Auch die Geschäfte, die heute schon für eine lebendige Innenstadt sorgen, sollten gut durch die Bauphase kommen.


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